Phytotherapie:

                                                                             „Gott schläft im Stein,

  atmet in der Pflanze,  

 träumt im Tier,

  wacht auf im Menschen.“

                           Indisches Sprichwort  

 

Unter dem Begriff der "Phytotherapie" versteht  man das Behandeln mit Pflanzen. Diese  können  in rohem  Zustand, als Absude, Aufgüsse, Auszüge, Bäder, Cremes, Destillate, Extrakte, Essenzen, Elixiere, Inhalationen, Intrakte, Kompressen, Lösungen, Lotionen, Mixturen, Öle, Paste, Puder, Säfte, Spülungen, Tees, Tinkturen oder Umschläge in Einsatz kommen. Eine phytotherapeutische  Behandlung  kann aber auch das direkte Auflegen der gesamten Pflanze, der Blätter, der Knospen (Gemmotherapie) oder nur der Wurzel sein. Weiterhin können alle Kräuter als "Moxibustion" (Räucherung) oder in der Aromatherapie ihre Anwendung finden.

Wer kennt sie nicht, die Rosskastanie. Ihre heilende Wirkung reicht zurück bis zu den Osmanen (12. Jahrhundert ), die den Samen an ihre Pferde verfütterten. Es galt als Heilmittel gegen Pferdehusten und half bei Durchblutungsstörungen und Frostbeulen. Wurde die "Rosskur" nicht vielleicht fehlinterpretiert? 

Oft brachte schon eine Frühjahrskur, durch die Fütterung von Kastaniensamen, Äpfel und Johannisbeeren den Erfolg bei einer Verstopfung. 

 

"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen". 

Man muss nur wissen "welches" und "wie man es einsetzt".

 

"So ist der Mensch sein eigener Arzt, denn hilft er der Natur, so gibt sie ihm, was er braucht, und gibt ihm alle Pflanzen an die Hand, die nach der Anatomie erforderlich sind."

                                                                                                                                                                                           Paracelsus