Homöopathie:

 

Wer heilt hat recht.

Jede lebende Kreatur auf Erden, ob Mensch, Tier oder Pflanze, hat nur solange ihre Daseins- berechtigung, wie die "Lebenskraft" und die eigene "Selbstheilungskraft" in ihm wohnt. 

Die Homöopathie unterscheidet sich hier von der Allopathie, nicht durch eine sanfte Heilmethode, sondern durch eine Unterstützung und Ankurbelung der Selbstheilungskräfte, unter Berücksichtigung der Lebenskraft. 

Bei jeglicher Krankheit, kann ein Organismus nur durch die Widerstände, die in ihm vorhanden sein sollten, die Kraft aufbringen um dieser entgegenzuwirken. Oft steuert die Lebenskraft durch Fehldiagnose die Verhinderung einer Krankheit, lässt sie zu und scheint zusätzlich die Selbstheilungskräfte nicht in Gang zu setzen, sodass ein anderes Medium (Sonne, Mensch, Wasser o. dgl.) eingreifen muss.  Jeder positive Eingriff, ob durch Wärme (Sonneneinstrahlung), Kälte (Wasser), Medikamente (Mensch) nennt man physikalische Heilung, die von außen auf den Organismus "einwirkt". Sie alle bewirken den direkten Eingriff auf ein Krankheitsgeschehen.  

Bei der homöopathischen Behandlung wird nur eine unterstützende Heilfunktion hergestellt, die zwar auch auf physikalischem Weg in den Organismus eindringt, ihn aber in keiner Weise hilft, da sie nicht direkt oder gezielt auf das Krankheitsgeschehen ausgerichtet ist, eher im Gegenteil. Der Einsatz eines Homöopathikums soll der vorhandenen Krankheit eine ähnliche Krankheit, die durch ein Medium (Pflanze, Mineral u. a.) entsteht, vortäuschen. Die Kunst liegt nur darin, ein Mittel zu finden, dass diese "Scheinkrankheit" gegenüber der wirklichen Krankheit übersteigert. Diese verstärkte Scheinkrankheit zwingt die Lebenskraft dazu, dagegen anzukämpfen und verstärkt nun die Selbstheilungskräfte, wodurch die wahre Krankheit verschwindet. 

Wer heilte nun die Krankheit? Das Mittel, der Mensch oder der Kranke sich selbst?

Somit wird jedes Medium nur als "Mittler" tätig und auch nur für kurze Zeit in Erscheinung treten und zwar für die Zeit, für die es benötigt wird, danach ist es (oder sollte es) überflüssig sein. 

Sind die Selbstheilungskräfte einmal geweckt, so vitalisiert sich auch die Lebenskraft.

Der Mensch muss lernen, mit kleinen Mitteln, großes zu bewirken, ohne sich ständig in den Mittelpunkt stellen zu müssen.